Über das Projekt

Mit „Planet Afrika – Eine archäologische Zeitreise“ entsteht eine Ausstellung, die nicht nur inhaltlich fasziniert. 2024 fällt der Startschuss mit der Eröffnung im Museum für Vor- und Frühgeschichte (MVF) Berlin und im University Museum of Accra, Ghana. Danach wird die Ausstellung durch ganz Deutschland touren und parallel dazu an vier Standorten auf dem afrikanischen Kontinent zu sehen sein, wo sie von lokalen Komitees betreut wird. "Planet Afrika" entsteht unter der Leitung von Jörg Linstädter (KAAK) mit Unterstützung von Wazi Apoh (Universität Accra), Gerd-Christian Weniger (Universität zu Köln), dem MVF Berlin und einer großen Zahl afrikanischer und deutscher Archäologen*innen. Ausgangspunkt der Ausstellung sind die Forschungsergebnisse des DFG Schwerpunktprogramms „Entangled Africa“. Mit dabei sind afrikanische Street Art Künstler*innen, die Illustrationen zu den einzelnen Themenmodulen entwerfen. Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Afrika verfügt über die längste und aufregendste Geschichte des Menschen und seiner Vorfahren auf unserem Planeten und damit über ein einmaliges kulturelles Erbe. In sechs Modulen wird diese aussergewöhnliche Geschichte schlaglichtartig erzählt. Sie reicht von den ersten Vertretern der Gattung Homo bis hin zur jüngeren Entwicklung neuer Kulturtechniken und Ernährungsstrategien, die von Afrika in die ganze Welt getragen wurden. So entsteht das Panorama eines Kontinents, der durch seine natürliche Vielfalt fasziniert und der mit fortwährenden (Umwelt-)Veränderungen, Anpassungsprozessen und Wanderungsbewegungen immer wieder neue Überlebensstrategien erforderte. Neben archäologischen Funden geben Bilder und Schriftzeichen ein umfassendes Zeugnis von Kunst, Handwerk, Technik und Umwelt längst vergangener Zeiten - und von den Verbindungen der Menschen über enorme Entfernungen hinweg. Ausgrabungen von Siedlungen und urbanen Zentren offenbaren soziale und politische Strukturen, für ein verdichtetes Zusammenleben, während gleichzeitig großräumige nomadische Lebensformen existierten. Darüber hinaus wird die moderne Nutzung alten Wissens und die archäologische Erforschung der eigenen Vergangenheit durch die an den Forschungsprojekten und der Ausstellung beteiligten afrikanischen Forscher*innen und Künstler*innen gezeigt. So untersucht die Ausstellung auch die Tragfähigkeit der Archäologie als verbindender Klammer für eine panafrikanische Gemeinsamkeit und eine interkontinentale Verbundenheit.

Die Module

Afrika umfasst heute 22 % der Landmasse der Erde. Trotzdem wird seine räumliche Ausdehnung regelmäßig unterschätzt. Die biologische Vielfalt ist außergewöhnlich. In 7 Ökozonen leben von Norden nach Süden über 45.000 Pflanzenarten und mehr als 1.100 Säugetierarten. Diese Vielfalt der Natur geht Hand in Hand mit einer Vielfalt der menschlichen Kultur: nirgendwo werden mehr Sprachen gesprochen; nirgendwo ist die genetische Vielfalt der Menschen größer.

Mindestens ein Dutzend verschiedene Menschenformen gab es in den letzten 4 Millionen Jahren in Afrika. Etwa 90 % der Arten im menschlichen Stammbaum sind in Afrika entstanden und die meisten haben auch nur in Afrika gelebt, während der Rest der Welt menschenleer war. Ohne diese einmalige afrikanische Geschichte gäbe es heute keine Menschheit auf dem Globus.

Mit dem Beginn der produzierenden Wirtschaftsweise, in der erstmals Nutztiere und Nutzpflanzen gezüchtet und angebaut wurden, begann ein Epochenwandel. Er ist bis heute die Grundlage unserer Gesellschaft. Die afrikanischen Gemeinschaften nutzten das neue Wissen auf ganz unterschiedliche Weise, indem die vier Säulen des Nahrungserwerbs, Haustiere, Wildtiere, Kulturpflanzen und Wildpflanzen quer über den Kontinent immer wieder neu gemischt wurden.

Afrika ist der Felskunst-Kontinent. In 36 der 54 afrikanischen Staaten finden sich abertausende Zeugnisse dieser Form der Kommunikation. Sie wurden anfangs von Jägern und Sammlern, später und bis heute auch von Viehhirten oder Bauern geschaffen. Das Lesen von Spuren und Felsbildern begann lange bevor vor etwa 6.000 Jahren erste Schriften in Afrika entstanden.

Afrika war immer ein reicher Kontinent voller Rohstoffe. Sie wurden zu Lande und zu Wasser über den ganzen Kontinent transportiert: entlang der großen Flusssysteme und der Küsten oder mit Karawanen quer durch die Sahara. An den Knotenpunkten der Handelsnetze entwickelten sich komplexe Gesellschaften. So enstand in den letzten 3.000 Jahren ein fruchtbares Nebeneinander von Jägern und Sammlern, Ackerbauern, Viehzüchtern, Handwerkern, Händlern und Herrschern.

Knapp 150 Stätten des Weltkulturerbes der UNESCO liegen in 46 afrikanischen Staaten. Das reiche archäologische Erbe Afrikas ist, wie anderswo auch, durch Faktoren wie Klimawandel, Gewalt oder wirtschaftliche Interessen gefährdet. Zahllose Universitäten, Forschungseinrichtungen und Museen auf dem gesamten Kontinent haben sich in den Dienst der Archäologie gestellt. Sie kann über Ländergrenzen hinweg die Idee einer panafrikanischen Verbundenheit beflügeln.

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Die Köpfe hinter der Idee

249 Writers
Künstler Khartoum
Key Visual

Mame Afua Mensah
Künstlerin Accra
Key Visual

Wazi Apoh
Universität Accra
Kurator

Asrat Asfawossen
Universität Addis Ababa
Forschung

Lucilia Chuquela
Naturkundemuseum Maputo
Lokalkomitee Maputo

Michéle Dinies
SPP 2143 „Entangled Africa“
Forschung

Ewa Dutkiewicz
Staatliche Museen zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Kuratorin

Verena Förster
Universität zu Köln
Forschung

Nick Gestrich
SPP 2143 „Entangled Africa“
Forschung

Tobias Haarhoff
notwendiges übel
Design

Alexa Höhn
SPP 2143 „Entangled Africa“
Forschung

Philipp Hölzmann
SPP 2143 „Entangled Africa“
Forschung

Friederike Jesse
SPP 2143 „Entangled Africa“
Forschung

Cornelia Kleinitz
Kommission für Archäologie Außereuropäischer Kulturen (KAAK)
Forschung

Robert Kuhn
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Forschung

Tilmann Lenssen-Erz
Institut für Ur- und Frühgeschichte, Universität zu Köln
Forschung

Jörg Linstädter
Kommission für Archäologie Außereuropäischer Kulturen (KAAK)
Projektleiter

Jana Lombard
Deutsche Botschaft Maputo
Lokalkomitee Maputo

Florian Lukas
SPP 2143 „Entangled Africa“
Forschung

Maasai Mbili
Künstler Nairobi
Key Visual

Rufus Maculuve
Städtisches Kulturzentrum von Maputo
Lokalkomitee Maputo

Carlos Magnavita
SPP 2143 „Entangled Africa“
Forschung

Steven Matthews
SPP 2143 „Entangled Africa“
Forschung

Décio Muianga
Universität Eduardo Mondlane, Maputo
Lokalkomitee Maputo

Sansão Nhantumbo
Künstler Maputo
Key Visual

Ulrike Nowotnick
SPP 2143 „Entangled Africa“
Forschung

Enotie Ogbebor
Künstler Benin City
Key Visual

Diogo Oliveira
Williams and Mary University Williamsburg
Forschung

Ed Oner
Künstler Rabat
Key Visual

Götz Ossendorf
Universität zu Köln
Forschung

Dimitri Preiß
notwendiges übel
Design

Eva Reinke
SPP 2143 „Entangled Africa“
Forschung

Richard Rillinger
notwendiges übel
Design

Miriam Rotgänger
Kommission für Archäologie Außereuropäischer Kulturen (KAAK)
Projektkoordination

Julian Ruddock
Künstler Universität von Aberystwyth
Chew Bahir Projekt

Frank Schäbitz
Universität zu Köln
Forschung

Henning Schreiber
Universität Hamburg
Forschung

Johanna Sigl
Kommission für Archäologie Außereuropäischer Kulturen (KAAK)
Projektkoordination SPP 2143

Max Spreen
notwendiges übel
Design

Minassie Tekelemariam
Universität zu Köln
Forschung

Philipp von Rummel
Deutsches Archäologisches Institut
Lokalkomitee Tunesien

Matthias Wemhoff
Staatliche Museen zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Kurator

Gerd-Christian Weniger
Universität zu Köln
Kurator

Hans-Peter Wotzka
SPP 2143 „Entangled Africa“
Forschung

Olivia Zorn
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Forschung

Neues und aktuelles

  • 21. August 2022 Tag der offenen Tür im Auswärtigen Amt

    Nach zwei Jahren Coronopause lud die Bundesregierung wieder zum Tag der offenen Tür ein. Am 20. und 21.08.2022 konnten sich interessierte Besucher*innen die Bundesministerien, das Bundespresseamt und das Kanzleramt anschauen und Einblicke in die Arbeiten der Bundesregierung bekommen. Im Auswärtigen Amt konnten wir, das Team der Planet Afrika Ausstellung, die beiden Ausstellungsboxen zum zweiten Mal präsentieren. Den Auftakt machten wir mit den zwei Boxen bereits auf der GROUNDCHECK Konferenz im Juni 2022. Bei der Klimakonferenz konnten wir bereits mit dem Fachpublikum rege über das Ausstellungsdesign diskutieren sowie Anregungen und Feedback sammeln. Aber jetzt konnten wir die beiden Boxen auch endlich einem breiten Publikum vorstellen – wir waren schon Wochen vorher gespannt auf die Meinung der vielen Besucher*innen.

    Der Planet Afrika Stand zum Tag der offenen Tür im Auswärtigen Amt in Berlin.

    Der Planet Afrika Stand zum Tag der offenen Tür im Auswärtigen Amt in Berlin.

    Der Aufbau erfolgte bereits am Freitag. Morgens früh um 8 traf sich Miriam mit den beiden Ausstellungsbauern und Nicole vom DAI zum Ab- und Aufbau vor dem Auswärtigen Amt. Seit der Klimakonferenz standen die beiden Boxen nämlich im Bürogebäude des Auswärtigen Amts und mussten von dort zum Weltsaal transportiert werden. Alles verlief reibungslos und bereits am frühen Nachmittag kamen Gerd und Johanna in Berlin an. Bei einem entspannten Abendessen überlegten wir in der Runde wie wir die Interviews führen wollen, welche Fragen wir stellen wollen und fragten uns wie viele Besucher*innen wohl kommen werden. Am Samstag bildete sich bereits ab halb 10, eine halbe Stunde vor Einlass, eine lange Schlange vor dem Auswärtigen Amt. Jetzt konnten auch wir erstmals die über 60 anderen Stände bestaunen. Es war wirklich für jeden etwas dabei: Live Schaltung in die Arktis, Fotoausdrucke, Kulturgutretter und natürlich auch der Stand der Planet Afrika Ausstellung und des DAI! An jeder Ecke konnte man etwas erfahren, dazulernen und auch die ein oder andere coole Jutetasche abgreifen! Begleitet wurde das ganze durch Live Musik.

    Die tollen Illustrationen des Cinematics luden viele Besucher*innen dazu ein sich einen Moment Zeit zu nehmen, um mehr über Agile Systeme zu erfahren.

    Die tollen Illustrationen des Cinematics luden viele Besucher*innen dazu ein sich einen Moment Zeit zu nehmen, um mehr über Agile Systeme zu erfahren.

    An unserem Stand angekommen bereiteten wir uns auf die ersten Besucher vor: schlossen die Monitore an den Strom und legten Flyer aus. Neben dem Cinematic, welches auf der großen Box zu sehen ist und in das Thema „Gewusst wie – Agiles Wissen und flexible Technik“ einführt, haben wir auch noch den Pilotfilm auf einem großen Bildschirm gezeigt. Um kurz nach 10 fanden sich schon die ersten Besucher bei uns ein und wir führten and diesem Wochenende einige Interviews. Wir stellten allen die gleichen Fragen: Was fällt Ihnen als Erstes ein, wenn Sie an Afrika denken? Kennen Sie bereits afrikanische Kulturstätten oder Funde? Wie haben Ihnen die ersten beiden Boxen der Ausstellung gefallen? Oft fielen die gleichen Begriffe: Arten- und landschaftliche Vielfalt, Reiseziel, Ägypten, Pyramiden…. Die meisten Besucher waren sich jedoch einig: eigentlich wissen wir viel zu wenig über diesen riesigen Kontinent, seine Vielfalten und die Archäologie! Vom Ausstellungskonzept waren alle begeistert. Besonders das Zusammenspiel von Lesetexten, tollen Aufnahmen und Medien wurde sehr gelobt. Es war ein tolles Wochenende mit interessierten Gesprächen. Wir konnten viel neuen Input sammeln und freuen uns schon jetzt darauf weitere Inhalte mit Euch zu teilen und euch weiterhin auf dem Laufenden zu halten. Bis zur Ausstellungseröffnung im Jahr 2024 in der James Simon Galerie des Museums für Vor- und Frühgeschichte in Berlin stehen die beiden Präsentationsboxen im hellen und weitläufigen Flur des Archäologischen Zentrums, Berlin.

    Wir führten einige Interviews mit Besucher*innen. Es war spannend zu erfahren, was sie schon alles über Afrika wissen und wie sie unser Ausstellungskonzept finden.

    Wir führten einige Interviews mit Besucher*innen. Es war spannend zu erfahren, was sie schon alles über Afrika wissen und wie sie unser Ausstellungskonzept finden.

    Die Ausstellung Planet Afrika ist für Groß und Klein!

    Die Ausstellung Planet Afrika ist für Groß und Klein!

    Im Archäologischen Zentrum in Berlin warten die beiden Präsentationsboxen auf die Ausstellungseröffnung im Jahr 2024.

    Im Archäologischen Zentrum in Berlin warten die beiden Präsentationsboxen auf die Ausstellungseröffnung im Jahr 2024.

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  • 21. Juni 2022 GROUNDCHECK 2022

    Am 01.06.2022 reiste das Planet Afrika Team nach Berlin, um die Präsentationsstelen für die internationale Konferenz „GROUNDCHECK – Klima, Krise, Archäologie“ im Auswärtigen Amt gemeinsam mit der Ausstellungsbaufirma Blank aus Hilden aufzubauen. Nach dem Check-in im Hotel ging es direkt weiter zum Weltsaal des Auswärtigen Amtes. Ab 15:00 Uhr konnte der Aufbau beginnen. Ewa kam dazu und auch unsere Medienagentur „Notwendiges Übel“ aus Düsseldorf ließ es sich nicht nehmen bei der Premiere der ersten Stelen dabei zu sein. Der Aufbau gestaltete sich komplexer als gedacht, doch um 18:30 Uhr war alles geschafft und der Abend fand einen schönen Abschluss im Restaurant Hackescher Hof.

    Der nächste Morgen startete früh. Der offizielle Einlass zur Konferenz begann um 07:30 Uhr, das Programm dann um 09:00 Uhr. Die Konferenz verfolgte das Ziel archäologische Daten mit Ergebnissen naturwissenschaftlicher Disziplinen zu verknüpfen, um mithilfe der Vergangenheit den heutigen Klimawandel zu verstehen. Erste Spuren eines menschengemachten Klimawandels können wir archäologisch bereits mit dem Neolithikum (den ersten Ackerbauern) fassen. Zu der Zeit hatten die Menschen ausreichend Zeit, um sich an Umweltveränderungen anpassen. Eine Zeit, die wir heute nicht mehr haben. In der abschließenden Podiumsdiskussion kamen dann die Wissenschafler*innen mit der Politik ins Gespräch. Eines war danach klar: Die Archäologie hat nicht nur die Aufgabe die Menschheitsgeschichte zu rekonstruieren, sondern hat auch das Potential und die Verantwortung heutige Klimaprobleme zu verstehen und öffentlich zu machen.

    Digitales Meeting mit dem Künstlerkollektiv MAASAI MBILI (Kenia).

    GROUNDCHECK Konferenz im Weltsaal der Auswärtigen Amts in Berlin (Foto: Jörg Linstädter).

    In einem Nebenraum des Weltsaals waren unterschiedlichste Projektstände aufgebaut: unter anderem auch die zwei Präsentationsboxen der Planet Afrika Ausstellung. Neben den Boxen wurde auch der Pilotfilm präsentiert, welcher ebenfalls auf der Website zur Verfügung steht. Das Interesse an den Boxen und insbesondere den animierten Filmen war groß und das Feedback positiv. Ein Hingucker war zudem das Helmperlhuhn, welches auf der thematischen Box links oben befestigt wurde.

    Jörg Linstädter hält den Festvortrag auf dem Jahresempfang des Deutschen Archäologischen Instituts in Berlin.

    Zwei Präsentationsboxen des Modul 3: Einführungsbox und thematische Box (Foto: Jörg Linstädter).

    Am Freitag nach der Konferenz schauten sich Jörg und Miriam gemeinsam mit Ewa noch das Neue Museum in Berlin an. In den oberen Ausstellungsräumen: dem Roten Saal und dem Berlin Raum, soll im Jahr 2024 die Wanderausstellung Planet Afrika ihre Premiere feiern. Mit den zwei fertiggestellten Boxen im Hinterkopf konnten wir uns gut vorstellen wie die Ausstellung in den Räumen aufgebaut werden könnte und das gesamte Ausstellungsprojekt wurde für alle Beteiligten noch realer. Als Abschluss unserer Reise nach Berlin schauten wir uns noch die Dauerausstellung und die Sonderausstellung „Schliemanns Welten. Sein Leben. Seine Entdeckungen. Sein Mythos“ an. Besonders die Sonderausstellung inspirierte uns in Bezug auf ihren Aufbau und dem Einsatz von digitalen Medien und Audiospuren uns weitere Gedanken zu unserer Ausstellung zu machen. Die Schliemann Ausstellung wird noch bis zum 06.11.2022 in Berlin zu sehen sein und ist neben der Dauerausstellung auf jeden Fall einen Besuch wert.

    Präsentationsboxen des Modul 3.

    Jörg Linstädter erläutert das Ausstellungskonzept (Foto: Ewa Dutkiewicz).

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  • 31. Mai 2022 Planet Africa – Stand der Dinge

    In den vergangenen Monaten ist viel hinter den Kulissen der Planet Afrika Ausstellung passiert. Das Team hat auf Hochtouren an der Fertigstellung des Piloten gearbeitet. Anfang Mai war es dann soweit! Der Trailer sowie der Einführungsfilm und die animierten Slideshows zu Modul 3 wurden fertigstellt. Digital sind zudem schon die ersten Wandabwicklungen für drei Präsentationsboxen entstanden. Diese Boxen sind die zentralen Elemente und leiten die Besucher*innen anhand von Filmen, Slideshows, Abbildungen und Texten durch die sechs Themen der Ausstellung.

    Mit dem Ende der Pilotphase fällt auch der Startschuss für die Social Mediakanäle wie Twitter und Instagram. Neben den regelmäßigen Blogbeiträgen wird dort unser Arbeitsalltag dokumentiert, das Team vorgestellt und spannende Vorabeinblicke in die Ausstellung gewährt. Zudem werden nun die Inhalte der restlichen Themenmodule entwickelt. Dazu zählt auch die Bildung von Lokalkommittees in afrikanischen Partnerstädten sowie die Auswahl von afrikanischen Street Art Künstler*innen, welche die Key Visuals der einzelnen Themenmodule designen werden.

    Digitales Meeting mit dem Künstlerkollektiv MAASAI MBILI (Kenia).

    Digitales Meeting mit dem Künstlerkollektiv MAASAI MBILI (Kenia).

    Auf dem Jahresempfang des Deutschen Archäologischen Instituts am 11.05.2022 hat Jörg Linstädter, der leitende Direktor der Kommission für Archäologie Außereuropäischer Kulturen, den Festvortrag gehalten. Die Veranstaltung fand sowohl in Präsenz als auch Online statt. Teil seines Vortrages war auch die Vorstellung der Planet Afrika Ausstellung sowie die Präsentation des Trailers. Die Zuschauer*innen waren begeistert vom Fortschritt und der Konzeption der Ausstellung und bei einem anschließenden Zusammenkommen wurde rege diskutiert.

    Jörg Linstädter hält den Festvortrag auf dem Jahresempfang des Deutschen Archäologischen Instituts in Berlin.

    Jörg Linstädter hält den Festvortrag auf dem Jahresempfang des Deutschen Archäologischen Instituts in Berlin.

    Ein weiterer Meilenstein wurde mit dem Bau von zwei Präsentationsboxen des Modul 3 erreicht. Diese vorab gebauten Testboxen dienen als „proof of concept“ und werden erstmalig auf der internationalen Konferenz „Groundcheck - Klima, Krise, Archäologie“ des Auswärtigen Amts in Berlin zu sehen sein. Von dort aus ziehen sie in das MVF, Berlin und werden 2024 in die Ausstellung integriert.

    Präsentationsboxen des Modul 3.

    Präsentationsboxen des Modul 3.

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  • 23. März 2022 Planet Africa – Pilotprojekt eines neuartigen Ausstellungskonzepts
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